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Santa Cruz Teneriffa Sehenswürdigkeiten: Die 12 Highlights

Sociedad Esperantista de Tenerife, 1

Santa Cruz de Tenerife Sehenswürdigkeiten: was Sie an einem Tag wirklich schaffen

Der häufigste Fehler, den ich bei Teneriffa-Reisenden sehe: Sie buchen die Hauptstadt als Pflichttermin ab, weil „die Strände sind ja woanders". Dabei ist Santa Cruz die einzige Stadt der Kanaren, in der Sie an einem Vormittag eine Festung aus dem 16. Jahrhundert, eine Kirche mit dem Kreuz des Eroberers und ein Konzerthaus sehen, das aussieht, als wäre es aus dem Wasser gewachsen. Zu Fuß. Ohne ein einziges Taxi.

Ich war beim ersten Besuch ehrlich gesagt enttäuscht. Zwei Stunden, alles grau, zu heiß, wieder weg. Beim dritten Mal habe ich gemerkt, was ich falsch gemacht hatte: Ich war ohne Plan durch die Gegend gelaufen und hatte genau die fünf Orte verpasst, für die sich der Tag lohnt. Seitdem plane ich anders. Und genau diesen Plan bekommen Sie hier.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in einem Radius von 1,5 Kilometern rund um die Plaza de España
  • Zwischen Auditorio und Kirche liegen gerade mal 20 Gehminuten — der Kontrast ist der eigentliche Reiz
  • Santa Cruz und Puerto de la Cruz sind zwei verschiedene Städte, etwa 35 Kilometer und eine Bergkette voneinander entfernt
  • Der Markt und der García-Sanabria-Park kosten nichts, das Auditorio nur bei Veranstaltungen Eintritt
  • Für einen Stadtrundgang reichen vier bis fünf Stunden, ein halber Tag bleibt für die Teresitas
  • Mittags schließen viele kleine Läden zwischen 13:30 und 16:30 Uhr

Santa Cruz Teneriffa Altstadt: wo Sie zuerst hinlaufen sollten

Fangen Sie an der Plaza de España an, und zwar nicht wegen der Plaza selbst, sondern wegen dem, was darunter liegt. Die Stadt hat unter dem Platz eine Ausgrabung freigelegt — Reste der alten Festungsmauer und des ersten Verteidigungsgrabens. Es ist der ruhigste Ort der ganzen Stadt, mitten im lautesten.

Warum die Plaza de España der richtige Startpunkt ist

Von hier aus laufen Sie in jede Richtung maximal zehn Minuten bis zum nächsten Ziel. Das ist der Grund, warum ich den Platz immer zuerst anlaufe: Sie werfen einen Blick auf die Karte, sehen, dass alles beieinander liegt, und hören auf, sich Sorgen über Wege zu machen. Der künstliche See in der Mitte ist übrigens flach genug, dass Kinder problemlos planschen — im Sommer ist das die einzige Abkühlung mitten in der Stadt.

Die Iglesia de la Concepción: das Kreuz des Eroberers

Die Kirche steht auf dem ältesten Teil der Stadt. Das Holzkreuz, das Alonso Fernández de Lugo 1494 bei der Gründung aufstellte, hängt dort noch — ein Detail, das auf fast keiner Übersichtsseite steht. Der Turm ist das Wahrzeichen des Stadtpanoramas; den Glockenturm können Sie besteigen und haben von oben einen Blick über die roten Dächer bis zum Hafen.

Und die berühmte Frage: Was ist der Unterschied zwischen Santa Cruz und Puerto de la Cruz? Ganz einfach — Puerto de la Cruz liegt im Norden, ist eine Touristenstadt mit Strandpromenade und Loro Parque, Santa Cruz ist die Hauptstadt mit Hafen, Behörden und Einheimischen, die dort arbeiten. Wenn Sie „Teneriffa Altstadt" googeln, landen Sie bei beiden. Verwechseln Sie das nicht, sonst sitzen Sie mit dem Mietwagen auf der falschen Seite der Insel.

Auditorio Adán Martín und TEA: der modernste Winkel der Stadt

Das Auditorio Adán Martín, entworfen von Santiago Calatrava, ist das Gebäude, das jeder auf dem Rückflug fotografiert. Über die Jahre habe ich gemerkt: Die Diskussion, ob es schön oder hässlich ist, ist mühsam geworden. Interessanter finde ich die Frage, ob es funktioniert. Tut es. Die geschwungene Betonschale über dem Wasser ist akustisch so gebaut, dass sie Schall in den Saal zurückwirft. Bei einer Probe für ein Sinfoniekonzert hörte ich in der letzten Reihe noch das Atmen der Cellistin.

Auditorio Adán Martín und TEA: der modernste Winkel der Stadt

Wenn Sie kein Ticket haben, lohnt sich dennoch ein Spaziergang den ganzen Hafenboulevard entlang. Direkt daneben steht das TEA — Tenerife Espacio de las Artes, ein weißer Bau, der von außen den Eindruck erweckt, er sei aus einem einzigen Block gegossen. Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei, wechselnde Ausstellungen kosten etwas. Ich habe dort einen ganzen regnerischen Vormittag verbracht — was auf Teneriffa selten vorkommt, aber passiert.

Kurz gesagt: Wenn Sie nur ein einziges modernes Gebäude sehen, nehmen Sie das Auditorio. Wenn Sie zwei sehen, gehen Sie danach ins TEA.

Parque García Sanabria und Mercado de Nuestra Señora de África: was die Einheimischen machen

Der Parque García Sanabria ist der größte Park der Stadt, und wenn Sie mich fragen, der beste Ort, um eine Stunde zu verlieren. Über 60 Pflanzenarten, ein Blumenuhr, ein Skulpturenweg und Bänke, auf denen mittags Angestellte ihr Sandwich essen. Es kostet nichts. Und es ist der Ort, an dem ich Teneriffa zum ersten Mal als normale Stadt und nicht als Kulisse wahrgenommen habe.

Danach: der Mercado de Nuestra Señora de África, direkt hinter der Plaza de España gelegen, mit seinem rosa-weißen Bogengang. Hier kaufen echte Bewohner Obst, Fisch und Käse. Sie bekommen dort Obst zu Preisen, die deutlich unter dem Supermarkt liegen, und wenn Sie früh genug kommen, gibt es an den Ständen auch frisch zubereitete Kleinigkeiten. Der Markt ist morgens am lebendigsten; ab dem frühen Nachmittag wird es ruhig.

Wohin mittags in der Altstadt?

Ehrlich gesagt: Suchen Sie kein Restaurant mit Meerblick, das finden Sie an der Promenade ohnehin. Gehen Sie zwei Straßen rein, in die Gegend um die Calle La Noria, wo die Terrassen kleiner und die Portionen größer sind. Canarische Küche ist bodenständig: Papas arrugadas mit Mojo, frischer Fisch, Ziegenkäse. Ein Tagesmenü in einem dieser Lokale kostet meist zwischen zehn und fünfzehn Euro, ein Wein dazu oft weniger als ein Glas in Deutschland.

Was ich gelernt habe: Die kleinen Läden schließen tatsächlich zwischen etwa halb zwei und halb fünf. Wer um drei Uhr Hunger hat, sucht vergeblich. Also entweder vorher oder danach essen.

Santa Cruz de Tenerife auf eigene Faust: wie Sie den Tag planen

Sie brauchen keine geführte Tour. Die Altstadt ist kompakt, aber heiß und hügelig genug, dass ein schlechter Plan den Tag ruiniert. So würde ich es dieses Jahr wieder machen:

Zeitfenster Was Wichtig
09:00–10:30 Plaza de España und die Ausgrabung darunter vor der Hitze anfangen
10:30–11:30 Iglesia de la Concepción mit Turmbesteigung morgens, bevor der Andrang kommt
11:30–12:30 Mercado de Nuestra Señora de África mittags am lebendigsten
12:30–13:30 Frühstück oder früher Lunch in der Calle La Noria anschließend schließen viele Küchen
14:00–16:00 Parque García Sanabria Schatten und Ruhe
16:00–18:00 Auditorio und Hafenpromenade, danach TEA später Nachmittag, kühler Wind

Wenn Sie ein Kreuzfahrtschiff im Hafen sehen und nur einen halben Tag haben: konzentrieren Sie sich auf die drei oberen Punkte. Die Promenade bis zum Auditorio kostet zusätzlich etwa 40 Minuten Fußweg — das ist der Punkt, an dem viele zu spät zurück zum Schiff rennen.

Santa Cruz de Tenerife Geheimtipps: die weniger vollen Ecken

Und dann gibt es noch die Orte, über die kaum jemand schreibt, weil sie nicht spektakulär sind. Genau deshalb mag ich sie.

  • Playa de las Teresitas liegt etwa 20 Autominuten östlich. Künstlich aufgeschütteter Sand aus der Sahara, wellenarm, Familienstrand. Wer im Winter an einem ruhigen Wasser sitzen will, fährt dorthin.
  • Calle del Castillo ist die Hauptfußgängerzone. Nicht spektakulär, aber der beste Ort, um Kaffee zu trinken und Leuten zuzusehen.
  • Der Hafenbereich hinter der Plaza de España ist abends windiger und kühler als die Altstadt — praktisch, wenn es tagsüber zu heiß war.
  • Kleine Bars in den Seitenstraßen statt der Promenadenlokale: günstiger, weniger Touristen, mehr Einheimische.

Was nicht funktioniert: der Versuch, alles auf einmal zu machen. Ich habe einen Nachmittag mit einem Besuch in Puerto de la Cruz kombiniert und dabei keinerlei Zeit für Santa Cruz gehabt. Die Insel ist größer, als sie auf der Karte aussieht.

Fußgängig und ohne Auto erreichbar?

Ja. Zwischen Plaza de España und der Iglesia de la Concepción liegen fünf Gehminuten, zum Auditorio etwa 25, zum Park 15. Die Calle del Castillo verbindet alles. Wer mit dem Bus anreist, kommt am zentralen Busbahnhof an und ist in zehn Minuten mitten in der Altstadt. Den Teresitas-Strand erreichen Sie mit dem Bus, aber das erfordert Umsteigen und Geduld.

Ein letzter Gedanke: Santa Cruz ist keine Stadt, die man „abarbeitet". Sie ist eine Stadt, in der man sich treiben lässt, mit einer groben Reiseroute in der Tasche und dem Bewusstsein, dass die schönsten Momente zwischen den Sehenswürdigkeiten passieren. Zwischen Markt und Park, zwischen Kirche und Meer. Vielleicht genau das, was einen Ort nach Jahren noch lesenswert macht.

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Julia Meier

Julia Meier

Julia Meier berichtet seit über zehn Jahren über die Schnittstellen von Kapitalanlage, Immobilienmärkten und Modeökonomie. Ihre Arbeit behandelt Themen wie Finanzierungsstrategien bei…

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